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Welche sportlichen Ziele peilst Du an?
Mein Hauptziel ist die Weltmeisterschaft in Gent. Das wird zwar nicht
einfach, aber wer 2001 in der
Nationalmannschaft dabei ist, hat beste Chancen für die Olympischen
Spiele 2004 in Athen. Das ist mein großes Ziel und da möchte ich auf
jeden Fall hin. Los geht’s in diesem Jahr mit dem Weltcup-Turnier vom
15. bis 18. März in Paris. Dort sind Alexander Otto, ich und ein weiterer
Nachwuchsturner für den Deutschen Turner-Bund am Start. Ich komme am
Pferd, an den Ringen, vermutlich am Boden und vielleicht auch am Sprung
zum Einsatz. Danach folgt im April die Bundesliga-Vorrunde.
Wer keinen Leistungssport
betreibt, hat damit kaum Probleme. Ich jedoch konnte von 1997 bis Mai 2000
keinen einzigen Wettkampf turnen. Erst dann hat der Arzt wieder „Grünes
Licht“ gegeben und ich habe seither keine Probleme mehr.
 
Hast Du ans Aufhören gedacht?
Ehrlich gesagt nicht. Ich wusste zwar nie, ob ich überhaupt wieder in den
Wettkampfsport zurückkomme, aber ich habe trotzdem jeden Tag trainiert.
Nur Boden, Sprung und harte Abgänge von den anderen Geräten musste ich
weglassen. Weitergeholfen hat mir jedoch vor allem meine Ausbildung beim
STB. Das war das Beste, was ich machen konnte. Ich war sinnvoll beschäftigt
und trotzdem immer nah am Turnen.
 
Was macht für Dich die besondere Faszination des
Turnens aus?
Turnen macht Spaß, es erfordert eine gute Körperbeherrschung, ist sehr
anspruchsvoll und man muss auch mit dem Kopf bei der Sache sein.
 
Wann hat Dich der „Turnvirus“ gepackt?
Ich habe schon im Alter von vier Jahren mit dem Turnen angefangen. Mein
Vater war damals Übungsleiter im Verein und hat mich einfach mitgenommen.
Mit acht Jahren geriet ich beim TV Kressbronn an Trainer Martin Kling, der
mir sehr viel beigebracht hat, bevor ich 1996 nach Stuttgart wechselte.
 
Hast Du sportliche Vorbilder?
Jetzt eigentlich nicht mehr. Das ändert sich mit den Jahren. Aber früher
waren das auf jeden Fall Andreas Wecker und natürlich Valeri Belenki. Er
hat mir als Vereinskamerad viel gegeben. Klar schaue ich auch jetzt noch
zu den beiden hoch. Jedoch weniger einzelner sportlicher Höhepunkte
wegen, sondern eher wegen deren langjähriger, erfolgreicher Karrieren.
(Dieses
Interview führte Holger Schmidt/STB
und erschien im STB-Magazin Heft 04, 17.02.2001.
Mit freundlicher Genehmigung des STB)
Siehe
auch: DTB-Olympiakader Lehrgang
Februar 2001)
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