Zur Geschichte des Kunstturnens in Hannover

HISTORY  (II)
(TKH-Erfolgsbilanz)


. Kunstturnen hat Tradition in Hannover
* 2008:  > 150 Jahre Turnklubb Hannover
Der TKH ist einer der wenigen Vereine in Deutschland, der auf eine langjährige und erfolgreiche kunstturnerische Tradition zurückblicken kann.

1894
Bereits 1894 konnte der Klubb mit Georg Weitz einen deutschen Turnfestsieger stellen.

Aus der mit 60 Personen recht umfangreichen Männerturnabteilung bildete sich schon bald die sogenannte Musterriege heraus, die dem glich, was heutzutage die erste Mannschaft des TKH ist. Spektakuläre Leistungen und neue Übungsformen, vor allem am Reck, brachten der Musterriege am Anfang dieses Jahrhunderts den Beinamen die "Reckkönige" ein und festigte damit die Stellung des TKH als einem der führenden Kunstturnvereine.

>> - Siehe ZEITTAFEL TurnklubbHannover

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1908
Fritz Wolf und Carl Ohms vom TKH vertraten Deutschland bei den Olympischen Spielen in London.

Auch nach dem 1. Weltkrieg reiste die Musterriege ins Ausland und beeindruckte durch ihr Können.


1931
In den dreißiger Jahren war Herbert Lorenz der überragende Kunstturner des TKH. 1931 gelang ihm der Sprung in die Nationalmannschaft, mit der er in Budapest dritter im Mannschaftswettkampf wurde. (Am 25. Januar 2001 ist Herbert Lorenz im Alter von 90 Jahren verstorben.)

1938 konnte Rudi Rüger in den Kreis der Nationalturner aufsteigen.

1941/42 - in den Kriegsjahren wurde der TKH Deutscher Jugendmannschaftsmeister mit Wolfgang Weiß als überragendem Turner. Nach dem Krieg wurden die Städtewettkämpfe, Vorläufer der modernen Bundesliga, schnell wieder aufgenommen.


1947 turnte man im Zelt des Zirkus Apollo auf dem Klagesmarkt in Hannover, da die im Krieg zerstörte, TKH-eigene Turnhalle noch nicht wieder aufgebaut worden war.

1955 kam es im Kuppelsaal zu Hannover erneut zu einem großen Kunstturnwettkampf zwischen Köln, Berlin und dem TKH. Hinter der damals besten deutschen Mannschaft mit Bantz, Dickhut, Dr. Ota und Thieß konnte die noch junge TKH-Riege den zweiten Platz erringen.

1958
Die über viele Jahre mit dem Bürgerturnverein aus Luzern gepflegte Freundschaft führte dazu dass der TKH 1958 zur Hundertjahrfeier einen Wettkampf gegen die Schweizer ausrichtete. Jedoch waren die Hannoveraner der Mannschaft um Weltmeister Sepp Stalder nicht gewachsen und mussten sich mit dem zweiten Platz begnügen.

1966
In den folgenden Jahren wären viele Turner und Trainer durch ihre herausragenden Leistungen zu nennen. Besonders in Erinnerung bleibt dem TKH, dass Ulrich Ott (später Bundestrainer und 1995 leider viel zu früh verstorben) 1966 Deutscher Junioren-Meister am Barren wurde.

Ende der sechziger Jahre wurde mit der Einstellung von Rudi Kratochwille zum Turnlehrer der Grundstein für die positive Weiterentwicklung im Kunstturnen gelegt. Viele Deutsche Meistertitel wurden für den TKH seit dieser Zeit gesammelt. Ullrich Ott kam als Bundestrainer nach Hannover, so dass auch von Seiten des Deutschen Turnerbundes der Bedeutung des TKH Rechnung getragen wurde.

1981 stieg die 1. Mannschaft wieder in die Bundesliga auf und platziert sich nun seit 1983 mit nur einer Ausnahme (1999) immer unter den ersten Dreien der Liga. 1984, 1985 und 1997 schaffte es die Mannschaft, den Deutschen Meistertitel zu erringen ( siehe unter TKH-Erfolgsbilanz )

1989
Einen weiteren Höhepunkt für den TKH gab es 1989, als Andreas Aguilar bei der Weltmeisterschaft in Stuttgart die Goldmedaille an den Ringen gewann.

1997
Der TK Hannover holte seinen dritten Meistertitel. Stark geprägt wurde der TKH in den Neunziger Jahren vor allem auch durch den Ex-Potsdamer Trainer Reinhardt Rückriem und dessen Athleten Ralf Büchner, der zur WM 1991 in Indianapolis Reckweltmeister wurde - sowie durch den unverwüstlichen Marius Toba, der nicht nur als Vize-Europameister an den Ringen die Stärke des niedersächsischen Kunstturnzentrums unterstreicht.

2000
Zunächst trug vor allem Sergei Pfeifer die hannoveraner Hoffnungen, um aus einem guten Mannschaftsklima des TKH heraus seine Olympiateilnahme in Sydney optimal zu nutzen.
Zum Jahresauftakt beim Deutschlandpokal 2000 startete der TKH in Goslar/Oker mit einem hervorragendem 2.Platz.
Zur Herbstsaison 2000 war der Kampf um eine Medaille das erklärte Mannschaftsziel; es wurde am Ende der fünfte Vize-Meistertitel der Vereinsgeschichte!
Bei den Olympischen Spielen in Sydney erreichte Marius Toba als einziger Turner ein olympisches Finale und wurde Sechster an den Ringen.

2001
Das Nach-Olympische Jahr brachte eine sehr zeitige und wegen der WM auf nur 7 Wochen im Frühjahr gedrängte Bundesligasaison. Auswärts mußte der TK Hannover gegen die Hauptkonkurrenten Cottbus und Stuttgart zwei herbe Niederlagen einstecken, obwohl beide Gegner zu Hause bezwungen werden konnten. Doch es wurde am 2. Juni erneut eine Mannschaftsmedaille: Zum neunten Mal seit 1983 Bronze im Meisterschaftskampf!

2002
Die Bundesliga-Saison lief nicht unbedingt nach TKH-Wünschen. Der 6. Platz war die schlechteste Platzierung in der Vereinsgeschichte, so dass die neue Zielstellung nur lauten kann: Zurück in die Medaillenränge.
Bei den Deutschen Meisterschaften anlässlich des Deutschen Turnfestes in Leipzig holte sich TKH-Turner Marius Toba seinen 10 Meistertitel (Ringe) und seine 31. Medaille seiner großartigen Laufbahn. Verletzungsbedingt musste er dann leider auf eine WM-Teilnahme im ungarischen Debrecen verzichten...

2003
Am 6. April beschlossen Erst-Ligist TK Hannover, Zweit-Bundesligist TSV Ehmen und Regional-Ligist MTV Celle die Bildung des "Niedersächsischen Turn-Teams "NTT". Marius Toba übernimmt von Andreas Hahn die Funktion des Mannschaftsführers.
Seine Zielstellungen lauten: Zurück in die Medaillenränge und weiterer Aufbau des vereinseigenen Nachwuchses.....

. Neben allen Erfolgen steht die menschliche Bindung der Trainer und Turner untereinander im Vordergrund, die besonders von "Uli" Ott  geprägt und vorgelebt wurde. Es existiert ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl über die Turnhalle hinaus, was wohl auch ein Grund dafür ist, dass die kunstturnerische Geschichte des TKH auch in der Zukunft noch um viele Kapitel erweitert werden soll.

(- nach Informationen von Rainer und Rudi Kratochwille und Wulf Greite;
(- fürs Internet bearbeitet von Heiko Strugalla und von GYMmedia Berlin)

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- service -

TKH / NTT im deutschen Liga-System

... alles unter www.ntt-turnen.de 

GYMmedia - Partner des TKH !!
- ehe -
update 01-02-2008